Schnorcheln in Hurghada gehört zu den Ausflügen, die fast jeder Gast einmal macht – und das aus gutem Grund: Vor der Küste liegen Inseln und Riffe, die das Boot in kurzer Zeit erreicht, mit klarem, ruhigem Wasser. Wir organisieren private Fahrten ebenso wie kleine Boote für wenige Personen. Hier erfahren Sie, welche Plätze sich lohnen, wie ein Bootstag abläuft und welche Variante zu Ihnen passt.
Die Riffe und Inseln vor Hurghada
- Orange Bay auf der Insel Giftun: bekannt für den hellen Sandstrand und das flach abfallende Wasser – auch für Einsteiger angenehm.
- Paradise Island: ruhige Stellen zum Schnorcheln direkt vom Strand aus.
- Mahmya: eine weitere Anlegestelle an der Giftun-Inselgruppe mit Liegen unter Schatten.
- Hula Hula Insel: Strand, mehrere Riffe und Mittagessen an einem Tag.
- Dolphin House: ein Riff, an dem sich regelmäßig Delfine aufhalten – mehr dazu im Beitrag Delfine in Hurghada.
Auf allen Inselfahrten sind mehrere Stopps am Riff vorgesehen, dazu Zeit am Strand und eine Mahlzeit an Bord.
Schnorcheln direkt vom Strand: Sharm El Naga
Sharm El Naga liegt rund 45 Kilometer südlich von Hurghada und wird mit dem Fahrzeug angefahren. Das Riff beginnt kurz hinter dem Ufer, sodass Sie ohne Boot direkt vom Strand aus schnorcheln. Das macht die Bucht für Familien und für Gäste angenehm, die keine Überfahrt mögen.
Wer noch weiter in den Süden möchte: Abu Dabbab bei Marsa Alam ist für seine flache, sandige Bucht mit Seegraswiesen bekannt, in der sich mit etwas Glück Meeresschildkröten beobachten lassen. Mehr dazu unter Ausflüge ab Marsa Alam.
So läuft ein Bootstag ab
Die großen Bootstouren starten meist zwischen acht und halb neun am Morgen. Nach dem kurzen Transfer zum Hafen legt das Boot ab; die Überfahrt zum ersten Riff dauert je nach Ziel eine halbe bis dreiviertel Stunde. Es folgen zwei Riffstopps mit Zeit im Wasser, dazwischen Inselzeit am Strand und an Bord eine Mahlzeit. Am Nachmittag geht es zurück – insgesamt sind Sie etwa sieben bis acht Stunden unterwegs.
Privates Speedboot: kürzer und flexibler
Mit dem Speedboot sind Sie schneller draußen und verbringen mehr Zeit am Riff, weniger auf der Anfahrt. Das Boot fährt nur für Ihre Gruppe, Sie bestimmen selbst, wie lange an welchem Platz geblieben wird, und sind oft nur einen halben Tag unterwegs. Auf Wunsch stellen wir die Route nach Ihren Vorstellungen zusammen – etwa Orange Bay oder Paradise Island mit anschließender Stadtrundfahrt an einem Tag.
Ohne Schwimmen: Glasbodenboot und U-Boot
Nicht jeder möchte ins Wasser. Beim Glasbodenboot sitzen Sie trocken an Bord und schauen durch eine Scheibe im Rumpf auf Korallen und Fische; die Fahrt dauert rund zwei Stunden. Das U-Boot taucht mit den Gästen ab und fährt etwa drei Stunden an den Riffhängen entlang, während ein Begleiter erklärt, was zu sehen ist. Beide Varianten sind kurz genug für Kinder und für Gäste, die sich im offenen Meer unwohl fühlen. Auch Rollstuhlfahrer kommen an Bord des Glasbodenbootes meist gut zurecht.
Schnuppertauchen
Wer zum ersten Mal Luft unter Wasser atmen möchte, bucht einen betreuten Schnuppertauchgang: Nach den wichtigsten Handgriffen an der Oberfläche steigen Sie mit einem Tauchlehrer in geringe Tiefe ab. Vorkenntnisse sind nicht nötig; gesundheitliche Einschränkungen sollten Sie vorher ansprechen.
Ausrüstung und was Sie mitnehmen
Maske, Schnorchel und Schwimmweste bekommen Sie auf dem Boot, Flossen meist ebenfalls. Eine eigene Maske sitzt oft angenehmer – bringen Sie sie einfach mit. Dazu gehören Badesachen, Handtuch, Kopfbedeckung und riffschonende Sonnencreme; feste Sandalen erleichtern das Ein- und Aussteigen.
Beste Zeit zum Schnorcheln am Roten Meer
Möglich ist es das ganze Jahr. Im Sommer ist das Wasser sehr warm, im Winter deutlich frischer – viele Gäste tragen dann einen dünnen Neoprenanzug. Im Frühjahr kommt es häufiger zu Wind, was die Überfahrt unruhiger macht und die Route beeinflussen kann.
Welche Tour passt zu wem?
- Viel Zeit im Wasser, ein ganzer Tag: klassische Inseltour nach Orange Bay, Mahmya oder Paradise Island.
- Wenige Personen, flexibel, halber Tag: privates Speedboot.
- Keine Überfahrt: Strandtag am Riff in Sharm El Naga.
- Nichtschwimmer, sehr kleine Kinder: Glasbodenboot oder U-Boot.
- Erster Atemzug unter Wasser: betreutes Schnuppertauchen.
Häufige Fragen zum Schnorcheln in Hurghada
Muss man schwimmen können?
Zum Schnorcheln ja, allerdings tragen alle Gäste eine Schwimmweste. Wer nicht schwimmt, wählt das Glasbodenboot oder das U-Boot.
Wird die Schnorchelausrüstung gestellt?
Maske, Schnorchel und Weste sind an Bord vorhanden. Flossen gibt es meist ebenfalls; eine eigene Maske sitzt aber oft angenehmer.
Sind die Touren für Kinder geeignet?
Ja. Für Familien empfehlen wir ruhige Buchten, kurze Fahrzeiten und das Glasbodenboot. Kleinkinder sollten an Bord immer beaufsichtigt werden.
Sieht man immer Schildkröten oder Delfine?
Nein, es handelt sich um freilebende Tiere. Die Crew fährt bekannte Plätze an, eine Begegnung lässt sich aber nicht versprechen.
Was hilft gegen Unwohlsein auf dem Boot?
Bleiben Sie an Deck, schauen Sie zum Horizont, meiden Sie den Aufenthalt unter Deck. Frühstücken Sie leicht und trinken Sie ausreichend. Wer empfindlich reagiert, wählt kurze Überfahrten oder einen Strandtag am Riff.
Wie lange dauert ein Schnorchelausflug?
Die Inseltouren etwa sieben bis acht Stunden, das private Speedboot oft einen halben Tag, das Glasbodenboot rund zwei und das U-Boot etwa drei Stunden.
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